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Phono-Rex von Max Ihle 7

Zunächst einmal ein paar wunderbare Nahaufnahmen der berühmten Ihle-Tonköpfe

Max Ihle nahm schon sehr früh Uhers Omega-Schleife vorweg. Auch Duoton hatte bereits etwas in dieser Richtung Anfang der 50er Jahre entwickelt. Nachfolgend einige Texte, die das zum einen belegen sollen, zum anderen jedoch auch Statements zu Max Ihle und seinem Umfeld enthalten.

Weiter unten gibt es zwei Original-Patentschriften zu bewundern, es geht in beiden Fällen um Magnettonköpfe.

Last but not least etwas Werbung zur Bayreuth-Maschine.

Omega-Umschlingung statt Andruckrolle

FUNKSCHAU 1976, Heft 7, Seite 38

[Bezug auf] FUNKSCHAU 1973, Heft 3, Zum Titelbild Seite 3

Auf dem Titelbild und in dem Begleittext stellen Sie eine „neue" Antriebsart für Tonbandgeräte vor. Tatsachlich entdeckt der Fachmann echte Neuerungen bei diesem Verfahren, so z. B. das Material des an der Capstan-Welle aufgebrachten Belages für eine optimale Friktion.
Vom Prinzip her neu ist indes diese Antriebsart nicht. In den frühen 50er Jahren gab es verschiedene Typen von Tonbandgeräten, die nicht mit dem Andruckrollen-Prinzip, sondern mit dem Umschlingungs-Prinzip arbeiteten. So schrieb Wolfgang Junghans in der 2. Auflage des Bandes 9 der Radio-Praktiker-Bucherei (Erscheinungsjahr 1951) auf S. 44 ... 46 über Einzelheiten der beiden verschiedenen Verfahren, insbesondere auch über die physikalisch-mechanischen Voraussetzungen. Im Zusammenhang mit der Beschreibung der Voraussetzungen für das Umschlingungsverfahren erwähnt Junghans das Gerat „Münchberg I" von Opta und nennt in dem Zusammenhang auch die Schwankungsbreite des Bandzuges über die gesamten Spulenlänge (damals handelte es sich um offene Spulen).
Im gleichen Band ist auch auf S. 62 das Laufwerk „Ferrophon II c" in einer Übersichtstabelle aufgeführt, das nach Kenntnis des Verfassers ebenso wie dessen Nachfolgetyp mit dem Zahlenindex III c 3 mit dem Umschlingungs-Prinzip arbeitete. Die Gerate der Klasse „Ferrophon" stellte seinerzeit die Firma Max Ihle in Marktschorgast her. Bemerkenswert ist noch beim weiteren Wandeln auf diesem nostalgischen Pfad, daß dieses Unternehmen kurze Zeit später (im Jahre 1952 oder 1953) die erste Kombination eines Tonbandgerätes mit einem Rundfunkempfänger serienmäßig herstellte. Auch in diesem Falle leistete das kleine Unternehmen, dessen weiteres Schicksal dem Verfasser nicht mehr bekannt ist, Schrittmacherdienste für die heutige Zeit. In vermutlicher Unkenntnis dieser Vorgeschichte stellte ein bekanntes Unternehmen der Unterhaltungselektronik zur letzten Funkausstellung eine Kombination Spulen-Tonbandgerät/Rundfunkempfänger als Neuheit vor, wobei allerdings einzuräumen ist, daß ja 1952 nur Monoempfänger gebaut wurden und daß lediglich eine kleine Minderheit an die Stereophonie glaubte.
Immerhin: Ein verlorengegangenes Gerat Ferrophon III c 3 wurde 1952 versuchsweise mit Stereoköpfen ausgerüstet und betrieben (auch mit dem ersten Kunstkopf der Nachkriegszeit, den die Firma Beyer im Jahre 1950 zur Funkausstellung in Dusseldorf vorführte). U.P.

*Zum gleichen Thema macht uns unser Leser Ernst Knappe, Immenstadt, aufmerksam auf einen Prospekt aus dem Jahre 1952. Die Firma Duoton-Vertrieb Hans W. Stier, damals Berlin SW 29, Hasenheide 119, lieferte „Bauteile für ein Hochfrequenz-Magnetton-band-Amateurgerät, zusammengesetzt mit AEG-Lizenz für Aufnahme und Wiedergabe". Die Bandführung dieses Gerätes arbeitete auch schon mit Omega-Umschlingung.

 

 

1957/58

Hier ein Bild der Ferrophon IIIc mit separatem A/W-Verstärker. Vielen Dank Wolfgang!

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